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Kurzer Zwischenstopp
Simone, 16.4.2012 Nach dem Wochenende bin ich zwei Tage zu Hause bevor es schon wieder weitergeht mit dem Trainingslager im Jura. Von Mittwoch bis Sonntag werden wir den Geländetypen für die WM-Mitteldistanz näher unter die Lupe nehmen und mit zwei Trainings auch einen Sprint-Fokus legen. Eigentlich ist es ja nur einen Tag daheim, denn heute Montag war ich in Lausanne unterwegs für einen Fernseh-Werbespot. Unglaublich, wieviel Zeit es braucht für einen 25-sekündigen Film! Es ist aber immer wieder spannend, in andere Bereiche hineinzusehen und neue Leute kennenzulernen. Leider war es sehr windig und somit war ich vorallem auch bemüht, mich möglichst warmzuhalten. Das Resultat des Spots werdet ihr einige Wochen vor der WM im Fernsehen sehen, lasst euch überraschen!
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Kamera läuft! Foto: Nic Russi
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Wie schon beschrieben, bin ich in einer OL-mässig sehr intensiven Phase. Das Trainingslager in Huttwil war sehr erfolgreich mit vielen lehrreichen Trainings in den Mittellandwäldern. Ich spüre, dass der Feinschliff in vollem Gange ist und dass das Gefühl mit jedem Training noch etwas besser wird. Zu den Highlights gehörten das Micro-Macro-Training im Unterwald/Oberwald (technische Herausforderung), die Osterstaffel im Horben (solche Umwälzungen gibt’s sonst bei Staffeln kaum ;-) und das Routenwahl-Training im Geissrüggen (einer der schönsten Mittelland-Wälder!). Zum Abschluss starteten wir am Nationalen OL in Lotzwil. Ich war positiv erstaunt, wieviel Power ich noch in den Beinen hatte am Ende des Trainingslagers. Denn Power war definitiv gefragt in diesem Turbowald „Rappechopf“. Mir gelang ein Lauf mit guten Routenentscheiden, welches zum Sieg in einem wiederum international gut besetzten Teilnehmerfeld führte.
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Das letzte Wochenende stand dann unter dem Motto „Flop und Top“. Es startete mit dem Doppelsprint in Andelfingen, wobei mir der Start völlig missriet. Etwas vom Dümmsten, was dir in einem Sprint passieren kann, nämlich dass du zum ersten Posten einen Fehler machst! Anstatt mir genügend Zeit zu nehmen um auf die Karte zu kommen, bog ich schon ein Haus zu früh hinein und korrigierte dann auch noch falsch... es wurde dann auch später nicht besser: zwei falsche Routen, ein Fehler im Postenraum sowie zwei Crashs mit anderen Läufern führte zu einer äusserst unzufriedenen Simone im Ziel. Man lernt nie aus und solche Erfahrungen rütteln wieder mal so richtig auf, auch nicht schlecht! Im Jagdstart hatte ich eine grosse Lücke gegen vorne und hinten und erhielt somit die Chance meinen Sprint-Rhythmus wiederzufinden. Dies gelang dann auch um einiges besser, auch wenn das Dorf Andelfingen wirklich seine Tücken aufwies! Am Sonntag im Cholfirst konnte ich das Blatt wieder zum Guten wenden: mir gelang ein toller Langdistanz-Lauf und auch wenn ich noch Verbesserungspotential habe (Route zu 2, Postenraumfehler bei 14, Umsetzung zu 19), so war ich im Ziel doch zufrieden mit meiner Leistung. Die steilen Hänge waren zwar mit den Sprint-Beinen vom Vortag noch etwas steiler, aber der Speed war dennoch gut genug und ich freute mich über den Sieg.
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Beim letzten Posten Foto: Jonas Mathys
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